Zweite Woche Lesechallenge Fr. Götzer

Der Gesang der Berge  Nguyén Phan Que Mai

Über Gräben, die ein fast vergessener Krieg aufgerissen hat. Huong wächst bei ihrer Großmutter, Dieu Lan in Vietnam auf. Ihr Vater wurde als Soldat in den Krieg einberufen und ihre Mutter, von Beruf Ärztin, sucht auf den Schlachtfeldern nach ihrem Mann. Während Huong bei ihrer Großmutter lebt, erzählt diese aus ihrem Leben. Wie sie erst in Wohlstand lebten, aber dann mit fünf ihrer Kinder flüchten musste und in große Not kam. Sie musste auf ihrer Flucht vier ihrer Kinder bei verschiedenen Leuten zurücklassen. Als sie wieder Fuß gefasst hat, macht sie sich auf die Suche nach ihren Kindern. Dieu Lan war eine Kämpferin, die die Hoffnung nie aufgab:  „Das Leben ist großartig, denn wann immer das Schicksal mich niederstieß, gab es freundliche Menschen, die mir wieder aufhalfen.“  

Es war für mich ein ergreifender und aufwühlender Roman. Eine Familiengeschichte nach einer wahren Begebenheit.  Nach einigen Seiten hatte ich überlegt abzubrechen, da es mir emotional ziemlich nahe ging. Ich bin aber froh, durchgehalten und bis zum Ende gelesen zu haben, da die Hoffnung und die Liebe alles Leid überstiegen. Ohne die Lesechallenge hätte ich dieses Buch nicht gelesen, da es eigentlich nicht mein Thema ist. Danke für die Empfehlung. Eine klare Leseempfehlung auch von mir.

 Heilung   Timon Karl Kaleyta

Ein Mann kann nicht mehr schlafen. Dieses Problem würde er am liebsten ignorieren, nutzt ihm aber nichts.  Unter anderem steht auch seine Ehe auf dem Spiel. Seine Frau schickt ihn in ein mysteriöses Sanatorium.  Bei Professor Trinkl soll er von seinen Leiden geheilt werden, doch die undurchschaubaren Behandlungsmethoden machen ihm mehr Angst, als dass sie ihm helfen. So flieht er und landet bei seinem Jugendfreund. Dort taucht er in eine entschleunigte Welt und merkt, dass ihm das einfache Leben guttut und er seinem Schlafproblem langsam auf die Schliche kommt. Dann überschlagen sich aber die Ereignisse.

Ein Roman voller Irrungen und Wirrungen. Er fängt vielversprechend an, nimmt aber dann einen ganz anderen Verlauf, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Allerdings hat es mich zum Nachdenken über mein  Leben angeregt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen