Dritte Woche Lesechallenge Fr. Neumann

Ayelet Gundar-Goshen, Ungebetene Gäste
Ungebetene Gäste gibt es in diesem Roman jede Menge: Ein arabischer Arbeiter ist beim Malern als die junge jüdische Mutter mit ihrem Sohn nach Hause kommt, ein Junge geht durch eine offene Tür in eine fremde Wohnung… Menschen als ungebetene Gäste. Gunda-Goshen erzählt auch von Angst, Zorn, Scham, Ekel-Gefühlen und Erinnerungen die ungebeten zu Besuch kommen. Mich hat auch dieses Buch wieder gepackt, eine Szene passte perfekt zu einer Ausstellung, die ich im Urlaub gesehen habe. Bitte Lesen!

Stefan Cordes, wir waren Wunder
Es ist ein Roman-keine Biografie. Ein Ehepaar aus London besucht die alt gewordene, erblindete Mariann Mozart. Sie verehren den jüngeren Bruder Wolfgang und fragen Mariann (Nannerl) nach ihren Erinnerungen. „Bedauernd erklärt sie, all ihre Erinnerungen seien leider schon davongeflogen. Wenn sie doch nur ein paar Jahre früher gekommen wären!“
Stefan Cordes erzählt dann weiter, wie sie sich erinnern könnte. Er komponiert aus diesen möglichen Erinnerungen einen wunderschön lesbaren Roman. Ein hier beschriebenes Bild der Familie Mozart (ohne die Mutter) habe ich in der Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum wieder entdeckt.

Hannah Arendt, über das Böse

„Sie denkt selbständig.“ So steht es in der Beurteilung in meinem Schulabschlußzeugnis. Denken ist Arbeit, ist anstrengend und es lohnt sich. Ich habe in diesem Buch schon ganz viele Marker gesetzt, obwohl ich es noch nicht durchgelesen habe. Ich will die Gedanken Hannah Arendts verstehen, muß sie laut diskutieren.

„Es ist besser Unrecht zu erleiden, als Unrecht zu tun“ ist so ein Satz. Die Unterscheidung zwischen philosophischem und religiösem Denken-eine andere Baustelle.

„Ein starker Text von ungebrochener Aktualität.“ So steht es im Klappentext, und so empfinde ich es auch.

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