Ewald Arenz, fünf sechs sieben acht

Fünf sechs sieben acht-so wird beim Stepptanz eingezählt. Anton, 60 Jahre alt, ist Tänzer. Er hört die Rhythmen der Natur und improvisiert gern dazu. Er hat zu seiner Exfrau ein gutes Verhältnis und eine erwachsene Tochter, die ebenfalls tanzt. Es könnte alles gut sein, wäre da nicht Jo (Johanna), seine erste große Liebe. Hätte er das Leben mit ihr gelebt, wo wäre er jetzt? Ist Katja nur die zweite Wahl, wie sie immer behauptet? So gut er tanzt, so schwer fällt es ihm seine Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen.

„Frühnebel über der See. Als schliefe das Wasser noch unter einem ganz dünnen Laken. Das Blau des Himmels aber schimmert schon durch den Dunst.“ So schön beginnt der erste Morgen in Irland für Anton. Es ist die Stille vor dem Sturm. „Du bist so sehr auf dieser sinnlosen Suche nach der eigenen verlorenen Jugend, dass du mir meine nicht verzeihen kannst. Das ist alles.“ , wirft seine Tochter Emma ihm an den Kopf. Das trifft ihn sehr und es arbeitet in ihm: „Es tut mir leid. Ich bin ein dummer alter Mann.-Ja, sagt sie kurz, aber du bist auch mein Vater.“

Mir hat dieses Buch von Ewald Arenz wieder sehr gefallen und es hat einen treffenden letzten Satz: „Wer tanzen kann, kann auch stehen.“

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