Endlich!
Endlich mal wieder Vorlesewettbewerb ohne Einschränkungen: ohne Mundschutz hinter dem die Worte verschwinden, ohne Technik die der Menge an lauschenden Mitschülern und Mitschülerinnen nicht gewachsen ist. Am 2. Dezember war ich in die Jury des Wettbewerbes der 6. Klassen am Gymnasium eingeladen. Emilia, Emma und Laurin haben sich als Klassensieger der nächsten Herausforderung gestellt. Zu hören gab es von Sandra Niermeyer „Die Kuh im Pool“. Eine lustige Sommergeschichte mit viel Situationskomik und nebenbei Sachinformationen. Das Buch wurde 2020 mit dem Sonderpreis des Jugendliteraturpreises geehrt.
Mit dabei war von Tanya Stewner „Alea Aquarius, der Ruf des Wassers“. Das ist der erste Band einer großen Meermädchen-Saga mit Suchtpotential. Wer mit dem Lesen angefangen hat, macht meistens weiter (jetzt im Herbst ist Band 8 erschienen).
Außerdem haben wir „Flätscher“ kennen gelernt. Seines Zeichens Spürnase und Stinkkanone oder anders formuliert: das coolste Stinktier der Stadt. Er ist gemeinsam mit dem Menschenjungen Theo als Meisterdetektiv unterwegs. Ausgedacht und bebildert haben sich diese Abenteuer Antje Szillat und Jan Birck.
Und welches Buch ist dieses Jahr der unbekannte Text? Die Wahl fiel auf Martina Wildner „das schaurige Haus“: ein Umzug von der Stadt in ein Dorf, in ein altes Haus und jede Menge Schnecken, mit Haus oder ohne. Wie es beliebt. Der kleine Bruder sammelt sie nicht nur, er zählt sie auch, wird nebenbei zum Schlafwandler. Und dann gibt es da noch die Geschichte von dem Fluch…
Emilia, Emma und Laurin haben alle drei eine starke Leistung abgeliefert. Sie lagen in der Punktzahl ganz eng beieinander. Darum gibt es dieses Jahr keinen dritten Platz sondern zwei zweite Plätze. Emilia darf als Gewinnerin sich auf die nächste Runde vorbereiten. Herzlichen Glückwunsch!
Ps: falls ihr es wissen wollt: das Lieblingsbuch von Doro, unserer Leseratte, ist „Flätscher“. Doch meistens fragt sie keiner.

geboren im Zeichen des Bücherwurms,
ist seit 1994 Buchhändlerin und liebt Gummibärchen.